Zitat des Tages: "When there is a football player in the classroom, you realize it. They are like royals"
(Marina, mein International Assistant)
Und mir wird klar: Hollywood produziert zwar viel Unsinn, aber alle Filme, die jemals über amerikanisches College-Leben gemacht wurden, sind voll und ganz realistisch. Es gibt die Cheerleader-Beautyqueens und auch die Quarterbacks, die behandelt werden wie Götter. Es gibt diese roten Plastikbecher, aus denen alle schlechtes Bier trinken. Es gibt diese Kids, die sich Fake-ID Cards besorgen und im Liquor-Shop zittern, ob sie erwischt werden. Und es gibt diese Wohnheime, in denen man zwar keine Privatsphäre hat, aber dafür jeden Abend eine andere Party. So it's all true.
Was ich hingegen nicht erwartet hatte, war das Programm unseres Orientierungstages heute. Okay, wir haben alle Informationen bekommen, die wir brauchten. Aber ansonsten ähnelte das ganze dann doch mehr einem Kindergeburtstag. Man kann sich das ungefähr so vorstellen:
Grüner Rasen, strahlend blauer Himmel, eine Menge Tische mit karrierten Tischdecken. Dazwischen bunte Luftballons. Alle haben ein Namensschildchen und die International Assistants trage purple T-Shirts. Dass ich aus Deutschland komme, finden alle unlaublich "niiiice". Die Frage nach meiner Herkunft muss ich gefühlte 1000 Mal beantworten, aber es gibt ja auch keine bessere für den Anfang eines Smalltalks. Jedenfalls: Wiese, Luftballons. Ein Kreis von Leuten, die ihre Schuhe ausgezogen haben. Einer steht im Kreis und verrät etwas über sich. (z.B. "I have a brother") Jeder, auf den das auch zutrifft, rennt wie von der Tarantel gestochen los und stellt sich hinter ein anderes Paar Schuhe Wer keins findet, kommt in den Kreis. Später: Rhythmische Gesänge, Klatschen und Tanzen. Und dann: Eistee, Cookies und Burger.
Und auch wenn ich für Kindergeburtstage zu alt bin, lustig war es trotzdem. Gerade warte ich auf den zweiten Teil des heutigen Orientierungstages: Party auf dem Campus. Ich glaub, dann gibt es keine Luftballons mehr.